Frage: wieviele Große Arkanen braucht man zum Auswechseln einer Glühbirne?

Antwort! Alle:

Der Narr legt schon los, bevor die anderen bereit sind.

Der Magier legt sich all die Dinge zurecht, die er möglicherweise braucht; ordnet sie schön übersichtlich auf seinem Tisch an und beginnt einen Vortrag, wie man am besten vorgehen könnte. [Anmerkung: der Crowley-Magier jongliert erst einmal mit den ganzen nützlichen Gegenständen]

Die Hohepriesterin sitzt im Hintergrund, mit dem geheimen Wissen, dass etwas fehlt - sagt aber kein Wort.

Die Herrscherin rennt herum, und passt auf, dass sich niemand verletzt.

Der Herrscher erzählt allen, dass er der Meinung ist, mit dem Projekt müsse sofort begonnen werden - und verteilt die Aufgaben.

Der Hierophant bietet seinen Rat bezüglich des fehlenden Teils an, nachdem er mit der Hohepriesterin ein gespräch geführt hat.

Die Liebenden sind höchst verlegen, weil ja geklärt werden müsste, wieviel Watt die Glühbirne dieses Mal haben sollte.

Der Wagen übernimmt die Initiative und fängt alleine an, die Birne auszuwechseln - unbeeindruckt vom Protest der anderen.

Die Kraft gibt dem Wagen heimlich die notwendigen Utensilien, damit er es in der Art macht, die ihr gefällt.

Der Eremit schlägt vor, die Beleuchtung zwischenzeitlich durch eine Kerze in einer Laterne sicherzustellen.

Das Rad des Schicksals lacht und erinnert alle daran, dass auch in der Zukunft die Birne regelmäßig ausgewechselt werden muss.

Die Gerechtigkeit wägt ab, wer dieses Mal beim Glühbirnenwechsel dran ist und achtet darauf, dass die Arbeit gleichmäßig verteilt wird

Der Gehängte lehnt sich zurück und meditiert über die Frage, wie Dunkelheit unser aller Leben ändern kann.

Der Tod teilt mit Bedauern mit, dass dies natürlicherweise so geschehen muss und dass alles ein Ende hat.

Die Mäßigkeit sagt dem Tod, dass er sich beruhigen soll; am Ende gleicht sich alles wieder aus.

Der Teufel beschuldigt den Gehängten, das Licht kaputtgemacht zu haben und sorgt für schlechte Stimmung. (seit wann ist denn der Teufel der Boss?)

Der Turm fängt plötzlich an, die Fassung herauszureissen, damit er ein von Grund auf neues Design schaffen kann.

Der Stern freut sich über den Neuanfang und verkündet, dass er mit Spannung auf das Wiederaufleuchten der Lampe wartet.

Der Mond gibt ständig andere widersprüchliche Ratschläge; als dann Alle durcheinander sind, verschwindet er zur allgemeinen Erleichterung.

Die Sonne möchte den gesamten Raum umgestalten - um eine viiiel hellere Birne herum.

Das Gericht untersucht die Birne, um herauszufinden, ob ihre Zeit wirklich schon gekommen war und sinniert, ob man sie nicht recyclen könnte.

Die Welt ist der Ansicht, dass es sich nur um ein kurzzeitiges Problem handeln könne: Wir haben schon immer Licht gehabt, wir werden wieder Licht haben und wir müssen das in einem globalen Rahmen sehen.

Inzwischen hat der Narr die Birne längst ausgewechselt und ist bereits wieder auf dem Sprung zu anderen Aktivitäten.


© 1999 Serena Powers www.serenapowers.com - mit freundlicher Genehmigung der Autorin

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